Informationen zur Legionellenprüfung

Informationen zur Legionellenprüfung und Trinkwasserverordnung

Legionella-Bakterien, auch als Legionellen benannt, finden im Trinkwasser ideale Lebensbedingungen. Sie können sich dort vermehren und Krankheiten auf den Menschen übertragen. Aus diesem Grund sollte das Trinkwasser regelmäßig auf Legionellen überprüft werden. Die Legionellenprüfung muss durch einen Fachmann durchgeführt werden. Es gibt eine Trinkwasserverordnung, die diese Prüfung für Vermieter von Häusern und Wohnungen, aber auch für Betreibung von Großwasserspeichern vorschreibt. Jedoch sollten auch private Hausbesitzer die Legionellenprüfung im Sinne ihrer eigenen Gesundheit regelmäßig durchführen lassen.

Was ist die Legionellenprüfung?

Die Durchführung der Legionellenprüfung ist sehr einfach. Es werden zwei Wasserproben entnommen, das Wasser darf in den letzten vier Stunden nicht zirkuliert haben. Zwei weitere Proben werden direkt aus dem Wasserstrahl entnommen, nachdem die Dichtungsringe und der Strahlregler entfernt wurden. Beides wird von Legionellen gern besiedelt und würde deshalb auf das Ergebnis einen negativen Einfluss nehmen.

Eine geringe Menge an Legionella-Bakterien im Wasser ist für den Menschen nicht schädlich. Um einen aussagekräftigen Wert zu erhalten und feststellen zu können, ob Gegenmaßnahmen ergriffen werden müssen, werden die vier entnommenen Proben an ein Labor übergeben. Aus den Ergebnissen wird ein mittlerer Wert ermittelt und mit den Höchstbelastungsgrenzen verglichen.

Was kostet die Legionellenprüfung und wer trägt die Kosten?

Die Legionellenprüfung kostet in einer Beispielrechnung für ein 8-Parteien-Haus 200 Euro. Die Kosten muss der Vermieter oder der Eigentümer des Hauses tragen. Ist das Haus vermietet, gelten die Kosten als Betriebskosten und können an die Mieter anteilig weitergegeben werden.

Was sind Legionellen?

Als Legionellen oder Legionella werden Bakterien bezeichnet, die sich im Wasser ansammeln. Sie sind stabförmig und können unter dem Mikroskop nachgewiesen werden. Legionella-Bakterien gelten als Auslöser für verschiedene Krankheiten, unter anderem für die nach den Bakterien benannte Legionärskrankheit. Das Wasser darf nicht zu kalt sein, andernfalls können die Bakterien absterben. Auch fließende Gewässer mögen sie nicht. Warmes Trinkwasser, das beispielsweise in einem Boiler bereitsteht, ist ein beliebtes Ansiedlungsgebiet für die Legionella-Bakterien. Aus diesem Grund sollte eine regelmäßige Prüfung des Trinkwassers durchgeführt werden.

Wie bekämpft man Legionellen richtig?

Das Auftreten von Legionellen kann durch eine ausreichende Fließgeschwindigkeit des Wassers vermieden werden. Sind Boiler installiert, sollten diese in kurzen Abständen überprüft werden. Ein regelmäßiges Leeren durch Baden oder Duschen hilft, die Vermehrung der Bakterien einzudämmen.

Hat die Legionellenprüfung einen bedenklichen Wert ergeben, müssen Maßnahmen zur Bekämpfung der Legionella-Bakterien ergriffen werden. Heißwasserspülungen mit einer Wassertemperatur von mehr als 70 Grad Celsius haben sich als wirksam erwiesen. Eine professionelle Reinigung des Wassers mit Ozon oder Chlordioxid tötet die Bakterien ebenfalls sehr wirksam ab.